...es entsteht ein Abbild der Welt.
Ein Abbild der Welt, in der wir leben auf Google Maps, ein Abbild von uns selbst auf Facebook, unsere Urlaubsvideos auf Youtube, unsere Meinung auf unserem Blog. Das Bild, das entsteht, wächst im Sekundentakt, die Maler sind wir alle. Dieses virtuelle Bild hat viele Facetten: Zum Beispiel Sammlung und Verkauf persönlicher Daten, die totale Überwachung, aber auch kostenlose Verbreitung von Information und globaler Wissens- und Meinungsaustausch.
Mit diesem Abbild der Welt beschäftige ich mich in meiner Arbeit. Mich interessiert, wie soziale Netzwerke funktionieren, was ein "Gefällt mir!"-Button mit Machtstrukturen in unserer Gesellschaft zu tun hat. Was eine virtuelle Identität ist und was es bedeutet, seine Welt nach Belieben an und ausschalten zu können. Ob uns eine demokratische Revolution bevorsteht (wie von einigen Medienwissenschaftlern vorhergesagt) und was das mit Globalisierung zu tun hat. Ob wir durch Anonymität dem herrschaftsfreien Diskurs (Habermas) tatsächlich näher rücken und das uns Fremde besser verstehen lernen können oder ob wir uns selbst verlieren in einem unüberschaubaren Brei aus Datenfragmenten und Werbeanzeigen.
Als Künstlerin will ich mir diese neue Welt erschließen und arbeite daher vor allem mit dem Medium Internet und nutze die Strategien der Werbung, um in die Alltagsrealität der Menschen einzudringen.







